bridge-it! Award 2015

Am 4. Dezember 2015 hat die Jury die Preisträger und die Top10 des bridge-it! Award 2015 gewählt. Auch dieses Jahr waren wieder viele herausragende Bewerbungen dabei. Es war ein knappes Rennen - besonders unter den Preisträgern - und die Jury hat sich dazu entschieden zwei dritte Plätze zu vergeben.

Hier könnt ihr die besten 10 Projekte kennenlernen:

 
 

1. Preis: Theaterschüleraustausch Eersterivier Unterschleißheim

Eersterivier Secondary School, Südafrika & Carl-Orff-Gymnasium Unterschleißheim

Kurzbeschreibung :
Beim Theatergruppen Projekt der Eersterivier Secondary School und des Carl-Orff-Gymnasiums Unterschleißheim trafen privilegierte deutsche Jugendliche, denen es noch nie an etwas gemangelt hatte, auf junge SüdafrikanerInnen, die täglich mit den noch immer währenden Folgen der Apartheid und ihrer fehlgeleiteten Politik leben. Die kulturellen Hintergründe und Lebensweisen hätten kaum größer sein können, doch als die Jugendlichen anfingen miteinander Theater zu spielen, rückten alle Unterschiede in den Hintergrund und wurden belanglos. Erstaunt stellten sie fest, dass das gemeinsame Schauspiel weder auf den gleichen sozio-kulturellen Hintergrund noch auf eine gemeinsame Sprache angewiesen ist. Viele Spiele und Übungen waren beiden Gruppen bekannt, Offenheit, Positivität und Leidenschaft für Ausdruck und ästhetisierte Mitteilung bei beiden Gruppen gleichermaßen vorhanden. Sofort stand das Verbindende im Vordergrund, die äußerlichen Attribute des Einzelnen traten hinter die gemeinsam erschaffenen Möglichkeiten zurück.

„A Dream is coming true“ - Der Rückbesuch

In diesem Jahr waren acht südafrikanische Austauschpartnerinnen und ihre Lehrer zu Gast in Unterschleißheim. Gemeinsam erarbeiteten die Jugendlichen das Theaterstück „Uncut“.

Mehr zum Austausch findet ihr hier.

Foto: „UNCUT – A miracle“ – Höhepunkt unseres gemeinsamen Strebens und Ausdruck unserer Gleichheit und gemeinsamen Leidenschaft. „Tonight we lived Utopia – the non-existing place where all the people are the same.”

     
 
 

2. Preis: Austausch mit dem Collège Jean Tabi

Collège Jean Tabi, Kamerun & Stadtteilschule Winterhude, Hamburg

Kurzbeschreibung :
Unser Ziel ist der kulturelle Austausch und wir haben stets ein gemeinsames Projektthema. 2015 haben wir in Hamburg (wie im Vorjahr in Kamerun) am Thema Spurensuche gemeinsamer Geschichte gearbeitet. Außerdem haben wir ein gemeinsames Langzeitprojekt: die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Gelände des Collège Jean Tabi.

Ein wichtiges Element unseres Programms zum interkulturellen Austausch war der Kameruntag am Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung. Wir haben für Hamburger Schulklassen 9 Workshops zu interkulturellen Fragen durchgeführt. Die Themen waren zum Beispiel: Musik und Tanz in Kamerun, Rolle der Frau, Schulwesen etc. Diese Workshops haben deutsch-kamerunische Tandems gemeinsam inhaltlich vorbereitet. Für die Durchführung bekamen wir Unterstützung durch Referendare. Auch die Theaterszenen zur gemeinsamen Geschichte haben wir in gemischten Gruppen erarbeitet und am Kamerunabend unserer Schule vorgeführt. Die Themen der Theaterszenen haben wir selbst nach eigenen Recherchen gefunden: die Rolle der Übersetzer und Mittler zwischen den deutschen Kolonialbeamten und der Bevölkerung, Widerstände aus der Bevölkerung gegen die deutsche Kolonialpolitik und auch die Frage der Religion im Schulunterricht. Es war spannend, die erarbeiteten Themen durch die Inszenierung selbst zu erleben.

Unser Langzeitprojekt hat in diesem Jahr einen Namen bekommen: "100 Strahlen für Jean Tabi". Die Idee kam ursprünglich von unseren Partnern in Kamerun. Sie wurden in ihrem Lernen immer wieder durch die unvorhersehbaren Stromausfälle behindert. Das wollten sie durch eine Photovoltaikanlage verbessern. Stück für Stück arbeiten wir gemeinsam daran, dem Ziel näherzukommen. Inzwischen hat das Collège Jean Tabi eine Berechnung der nötigen Module durchgeführt und wir haben Kostenvoranschläge für Herstellung und Lieferung von deutschen Solaranlagen-Firmen vorliegen.
Um einen Eigenanteil an den Kosten zu erwirtschaften, haben wir in unserer Schule zu einem Crowdfunding aufgerufen: 100 x 100 Euro wollen wir sammeln; jeweils 100 Euro symbolisieren einen Strahl. Mit dieser Kampagne ist die Schulpartnerschaft in unserer Schule bekannter geworden. Und wir haben uns auch mit den Themen Energiegerechtigkeit und Bildungsgerechtigkeit beschäftigt. Wir sind stolz auf dieses gemeinsam entwickelte Projekt, denn wir haben gelernt, wie sehr wir auch über so lange Distanzen miteinander verbunden sind und dass unser Handeln für globale Fragen ins Gewicht fällt.

Foto: Unsere Kampagne "100 Strahlen für Jean Tabi“ läuft an, die Spendensonne hat ihre ersten Strahlen bekommen.

     
 
 

3. Preis: SchülerFAIRma S-GmbH

Jenaplan-Schule Jena
Corazón de Jesús, Dulce Nombre, Nicaragua

Kurzbeschreibung :
Unsere SchülerFAIRma ist eine Schülerfirma, die aus einem jahrelangen Briefwechsel zwischen deutschen und nicaraguanischen Schülern erwachsen ist und sich dem Fairen Handel (durch unser Schülercafé) und dem fairen Handeln (u.a. Pflege einer internationalen Schulpartnerschaft mit einer nicaraguanischen Schule) verschrieben hat. Fast alle Gelder, die wir als S-GmbH erwirtschaften, fließen in Projekte mit unserer Schulpartnerschaft. Einige Beispiele hierfür sind: ein Schulgartenprojekt, Theaterprojekte, ein Liedprojekt, Unterstützung bei dem Bau einer Bibliothek, Leseprojekt, Tanzprojekt und vieles mehr. Bis heute ist es eine rege Schulpartnerschaft geworden, die sich durch gemeinsame Projekte immer weiter entwickelt und verändert.

Neben den persönlichen Freundschaften beschäftigen uns automatisch globale Themen wie Fairer Handel, Bildung, Chancengleichheit, Nachhaltigkeit sowie Natur- und Umweltschutz. Dabei stießen wir auch immer wieder auf die Müllproblematik und haben gelernt, wie eng sie mit all den anderen Themen verwoben ist. Daraus entstand dann schließlich ein gemeinsames Projekt mit dem Schwerpunktthema Mülls.
Auf diese Weise läuft unsere Partnerschaft mit Nicragaua ab. Es geht uns darum durch verschiedene Blickwinkel auf unsere Welt zuschauen. Dabei können beide Projektpartner gegenseitig lernen und auch neue Perspektiven aufgezeigt bekommen.

Foto: Dieses Wandbild entstand bei einem unserer Austausche und ist ein Zeichen der Verbundenheit zwischen Jena und San Marcos.

   

 

 
 

3. Preis: (Virtueller) Reiseführer für Menschen mit Behinderung

Guangzhou English Training Center for the Handicapped (GETCH)
SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd (BBW)

Kurzbeschreibung:
Das SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd und deren Berufsschule ist eine Bildungseinrichtung für Menschen mit physischen und psychischen Behinderungen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen absolvieren größtenteils eine überbetriebliche Ausbildung in einer Vielzahl von anerkannten Ausbildungsberufen. GETCH (Guangzhou English Training Center for the Handicapped) in Guangzhou, China ist eine nichtstaatliche Berufsschule für junge Menschen mit physischen Behinderungen, die sich größtenteils durch Spenden finanziert. Diese Einrichtung ist in China (leider) einmalig. Die Schüler_innen, die hauptsächlich aus extrem armen Verhältnissen vom ländlichen Umfeld stammen, lernen dort innerhalb von drei Jahren Englisch und den Umgang mit Computern. Da Menschen mit Behinderungen in China nach wie vor sehr stark unter Ausgrenzung, Tabuisierung und Diskriminierung leiden, leistet GETCH einen nachhaltigen gesellschaftspolitischen Beitrag. Die Vermittlungschancen auf dem chinesischen Arbeitsmarkt erhöhen sich für die Absolventen sehr deutlich. 

Im Frühjahr 2012  wurde beschlossen die Partnerschaft zu konkretisieren und ein ENSA-Projekt als Startpunkt für eine nachhaltigere Zusammenarbeit heranzuziehen. „Aufhänger“ unserer Partnerschaft sollte die Erstellung eines (virtuellen) Reiseführers für Menschen mit Handicaps sein. Die dabei entstehenden internationalen und interkulturellen Erfahrungen, Kontakte und Freundschaften sind allerdings nicht als untergeordnete, sondern als durchaus gleichberechtigte Ziele des Projekts zu sehen.
Die konkrete Projektarbeit bestand darin, Informationen (Verkehrsmittel, Restaurants, Hotels, Sehenswürdigkeiten) in binationalen Teams zu sammeln und bereit zu stellen. In der Gesamtgruppe wurden diese Informationen dann verarbeitet, zusammengefasst und teilweise übersetzt.

Foto: Aktion Menschenkreis – Spontane gemeinsame Aktionen der Teilnehmer stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl und stehen symbolisch für Grenzenüberwindung und Gleichberechtigung in einer gemeinsamen Welt.

     
 
 

5. Platz: Sambia AG

Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule Gladbeck,
Macha Secondary School & St. Mark‘s Secondary School Mapanza

Kurzbeschreibung :
„Miteinander leben – voneinander lernen – füreinander da sein“ unter diesem Motto bestehen seit 1986 Schulpartnerschaften zwischen der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule in Gladbeck und zwei Schulen in Sambia, Afrika: der Macha Secondary School – einem Mädcheninternat – und der St. Mark´s Secondary School Mapanza – einem Jungeninternat.

Geboren an einem Projekttag zur Photovoltaik besteht in diesem Zusammenhang seit 2004 das Projekt LICHT ZUM LERNEN, welches die nachhaltige Nutzung regenerativer Energiequellen zum Ziel hat, um die Umwelt zu schützen und nicht-regenerative Rohstoffe zu sparen. Dabei wird nicht nur Strom aus regenerativen Energiequellen erzeugt und genutzt, sondern auch das Wissen um die nötige Technik von Schülergeneration zu Schülergeneration weitergetragen. Der Hintergrund des Projektes ist relativ einfach: in Deutschland ist Strom zwar eine Selbstverständlichkeit, der Großteil des Stroms wird aber aus fossilen Energieträgern gewonnen, die nicht nur endlich sind, sondern auch der Umwelt schaden – in Sambia wird zwar der Großteil des Stroms aus regenerativen Energiequellen gewonnen, allerdings sind nur 18% der Bevölkerung ans Stromnetz angeschlossen und unsere Partnerschulen im ländlichen Bereich Sambias verfügen über keine zuverlässige Stromversorgung. Ziel unseres Projektes ist es daher in Deutschland die Nutzung regenerativer Energieträger voranzutreiben und die fossilen Energieträger zurückzudrängen und in Sambia die fossilen Energieträger gar nicht erst aufkommen zu lassen und den Schülerinnen und Schülern in den Internatsschulen die Möglichkeit zu geben mit der gleichen Selbstverständlichkeit Strom zu nutzen und somit unter besseren Bedingungen lernen und arbeiten zu können.

Foto: Die neuen Anlagen in Macha 2015

     
 
 

6. Platz: Im Einklang leben: Youth on the World

Kurzbeschreibung:
YOW ist ein interkulturelles, binationales Partzipationsprojekt von und mit Jugendlichen in Bafoussam/Kamerun und Bremen/Deutschland. Unsere Gruppe ist jahrgangs- und schul(form)übergreifend und als freie Arbeitsgemeinschaft an Schulen in beiden Ländern angebunden. Seit Juli 2014 ist YOW im 7.Turnus mit dem Oberthema: „Im Einklang leben“ (to live in accordance), dieser dauert bis ca. Februar 2016 an.

Im gesamten Projekt geht es um gleichberechtigtes Geben und Nehmen bzw. das Teilen von Wissen und Ressourcen. Aufbauend auf einer gemeinsam entwickelten Vision konzipieren, planen und realisieren wir nahezu das gesamte Projekt (interne Organisation, Aktivitäten)  selbst und gemeinsam, also binational.  

Unser Projekt besteht aus:

  • Binationalem eMailaustausch
  • Wöchentlichen, nationalen selbstorganisierten Arbeitstreffen zuzügl. Radioprogramm in Kamerum
  • Workshops zu unserem Oberthema und verwandten Sub-Themen
  • advocacy, Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising
  • Partizipation und Gemeinschaft im Alltag leben, nicht nur als bloße Methode
  • und damit verwoben: unser Alumnisystem in beiden Ländern
  • wechselseitigen Begegnungsreisen

 

     
 
 

7. Platz: Workcamp der Partnerschulen MMC / PAB

Peter-August-Böckstiegel Gesamtschule in Werther/Borgholzhausen & 
Mother of Mercy Centre, Kenia

Kurzbeschreibung:
Seit 2001 besteht ein Schulpartnerschaftsverein mit Kenia an der Peter-August-Böckstiegel Gesamtschule in Werther/Borgholzhausen. Im Jahr 2015 wurde das Workcamp zum siebten Mal durchgeführt. Im Wechsel zu den Besuchen in Nairobi finden Gegenbesuche statt, bei denen kleine kenianische Delegationen in Werther und Borgholzhausen zu Besuch sind.

Das Workcamp 2015 bestand neben dem Besuch der Schulstandorte in Kenia vor allem aus unserer einwöchigen gemeinsamen Umweltaktion mit der lokalen Umweltgruppe "Friends of Kinangop". So reiste eine Gruppe von je 11 Schüler*innen der PAB und des MMCs für eine Woche in die Abadare Mountains nach Kinangop, um dort gemeinsam 2000 Setzlinge im Naturschutzgebiet zu pflanzen und Umweltprojekte vor Ort zu besuchen. Für die Baumpflanzaktion gewannen wir wiederum Anwohner des Nationalparks zur Mithilfe. Dies brachte nicht nur die verschiedenen Interessengruppen zueinander, sondern leistete auch einen direkten Beitrag zum Umweltschutz. Zudem bot sich die Möglichkeit den Erfolg der Baumpflanzaktion von 2013 unmittelbar zu überprüfen. Der gemeinsame Tagesablauf der Schülergruppen bewirkte einen intensiven Kontakt und bot viele Möglichkeiten für den Austausch.

Foto: Gruppenfoto auf dem KICC-Tower in Nairobi...

     

 
 

8. Platz: Macadamiafans Göttingen

Hainberg-Gymnasium Göttingen

Kurzbeschreibung:
2012 haben wir unsere Schülerfirma Macadamiafans Göttingen ins Leben gerufen, in der wir biozertifizierte Macadamianüsse und Macadamiaöl von kenianischen Kleinbauern direkt ohne Zwischenhändler verkaufen. Als Schülerfirma suchen wir potenzielle Kunden in der Umgebung persönlich auf und halten durch regelmäßige Nachfragen den Kontakt aufrecht. Zudem verkaufen auf Veranstaltungen wie Schulkonzerten, dem Tag der Offenen Tür, Elternsprechtagen unsere Macadamianüsse und unser Macadamiaöl. Der Erlös geht an Kleinbauern in Kenia, die durch die neue Wertschöpfungskette bessere Preise und ein stabileres Einkommen erzielen.  Damit wollen wir einen kleinen Beitrag zur Überwindung von Armut von Kleinbauern in Kenia leisten.

Wir verfolgen mit dieser Aktion auch noch ein zweites Ziel. Ein kleiner Teil des Erlöses wird von uns verwendet, um Schülern des Hainberg-Gymnasiums zu ermöglichen, im Rahmen der Stiftung Welt:Klasse nach China und Kenia zu fahren und dort, gemeinsam mit lokalen Partnern, an Umweltprojekten zu arbeiten und mit der lokalen Bevölkerung in einen intensiven Austausch zu treten.

Gleichberechtigtes Teilen und Nehmen gelingt uns vor allem durch die innovative Wertschöpfungskette der macadamiafans. Die Kleinbauern, wir als Schule und die Konsumenten profitieren alle. Wir erhalten genauso viel Geld wie die Kleinbauern: 2,50 pro Packung Nüsse. Vorurteile, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erkennen gelingt uns vor allem vermittelt über unsere Vernetzung mit der Waldorfschule Gröbenzell und unsere älteren Welt:Klasse SchülerInnen, die über ihre Erfahrungen bei Kleinbauern in China berichtet haben. Wir hatten die Gröbenzeller Schüler im Rahmen der bridge-it! Dialog-Tour 2014 kennen gelernt und vereinbart, dass wir zusammen mit den kenianischen Partnern mit uns per Videokonferenz aus Kenia sprechen, wenn Sie im Frühjahr dorthin reisen, das war sehr spannend. 

Foto: Verkauf an den Elternsprechtagen im Hainberg Gymnasium im Februar 2015

     
 
 

9. Platz: UNESCO-AG - Deutsch-Namibischer Dialog                   

Schillergymnasium Münster, Münsterlandschule, Nelson-Mandela School Berlin, School for the Hearing Impaired & A. Shipena Secondary

Kurzbeschreibung:
Das Schillergymnasium als UNESCO-Projekt-Schule engagiert sich neben dem Bereich Inklusion seit vielen Jahren auch im Bereich des Globalen Lernens. Dabei verstehen wir den Begriff Inklusion sehr vollständig und weit, d.h. nicht nur Menschen mit und ohne Behinderung einschließend, sondern auch kultur- und länderübergreifend. Seit 2004 unterhält das Schillergymnasium Kontakte zu verschiedenen Bildungseinrichtungen in Namibia, d.h. jedes Jahr werden mit Schülern und Schülerinnen beider Länder gemeinsam Projekte in Deutschland und Namibia durchgeführt. So lag es nahe, nun ein Projekt zu konzipieren, das die Aspekte Inklusion und Globales Lernen miteinander verbindet. Dies konnten wir im März 2015 nun erfolgreich umsetzen. 

Ziel war es, die schon bestehenden Partnerschaft zwischen dem Schillergymnasium und der A. Shipena Secondary School weiter zu festigen und um eine neue Partnerschaft mit der Münsterlandschule, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation und der School of the Hearing Impaired zu erweitern. Bewusst wurden von Seiten der Münsterlandschule hörgeschädigte Schüler mit einem zusätzlichen Förderschwerpunkt in den Bereichen emotionale Entwicklung, Lernen und geistiger Entwicklung aktiv eingebunden.

Wir alle zusammen, sowohl auf deutscher, als auch auf namibischer Seite haben gelernt wie wichtig es ist Inklusion als etwas selbstverständliches anzusehen und hier Vorurteile zu überwinden.  Hierzu zwei Beispiele: So wurde uns in auf deutscher Seite bewusst wie wichtig Social Media für Gehörlose sind. Auf namibischer Seite wurde deutlich, dass auch Gehörlose mit Hörenden auf Augenhöhe gesehen werden müssen. Als wichtigstes haben wir gelernt unsere kulturellen Unterschiede als Bereicherung zu verstehen und unsere Gemeinsamkeiten zu erkennen. 

 

     
 
 

10. Platz: Fremde werden Freunde

Schloss-Ardeck-Grundschule, Städtischen Kindergarten Gau-Algesheim
& Groupe Scolaire de Kigina District Kirehe

Kurzbeschreibung:
Als unser Bundesland Rheinland-Pfalz im Jahr 2012 das 30jährige Jubiläum der Partnerschaft mit der Republik Ruanda feierte, entschloss sich unsere Schule der bestehenden Partnerschaft zwischen dem Städtischen Kindergarten Gau-Algesheim und der Schule „Groupe Scolaire de Kigina District Kirehe" beizutreten. Seit Mai 2012 besteht die offizielle Schulpartnerschaft. Wir wünschten uns durch die Partnerschaft Kinder aus einem anderen Kontinent und andere Kulturen kennenzulernen. Inzwischen erhalten wir regelmäßig Fotos von unserer Partnerschule und können dadurch sehen, was die Kinder dort spielen, wie ihre Schule aussieht, welche Pflanzen dort wachsen. Inzwischen schreiben Kinder unserer Schule Briefe und erhalten auch Antwortbriefe ungefähr gleichaltriger Kinder aus der Partnerschule.

Die Briefe an Schüler der Partnerschule schreiben überwiegend Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen. Wenn Post angekommen ist, treffen wir uns in der Gruppe/Klasse, um die Briefe zu lesen und Antwortbriefe zu schreiben.

Foto: Wir gehören alle zu einer Welt.

 

 

 
F├Ârderer und Unterst├╝tzer: © bridge-it! e.V. - BRIDGE-IT! AWARD - 2015
 
3pc GmbH Neue Kommunikation unesco-projekt-schulen DGVN Kindernothilfe EPIZ Bildung trifft Entwicklung Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz e. V. ENSA - Lernen Eine Welt zu sehen