AG Benin

  • Eschborn, Benin
  • Platz 11 Award 2019
  • Globales Lernen, Umwelt
Die AG Benin unserer Schule füllt unsere Schulpartnerschaft mit einer Schule in Grandpopo, einem kleinen Ort am Meer in Benin, mit Leben. Das Motto unseres Austausches 2019/20: "Lebe nachhaltig!".

Die AG Benin der Heinrich-von-Kleist-Schule in Eschborn kümmmert sich seit einigen Jahren um den intensiven Austausch mit der Partnerschule Collège d’enseignement géneral in der kleinen Stadt Grandpopo im Süden Benins. Neben der Unterstützung für benachteiligte SchülerInnen organisieren wir etwa alle zwei Jahre eine Begegnung der Teilnehmer in Deutschland und in Benin. Beim aktuellen Austausch wurden von beiden Gruppen gemeinsam Projekte unter dem Motto „Lebe nachhaltig“ erarbeitet und durchgeführt. Mit den SchülerInnen aus Grandpopo haben wir in Eschborn für unsere Schule als Upcycling-Projekt drei Sitzbänke aus alten Paletten gebaut und die passenden Sitzkissen genäht. Das Thema Abfall und Plastikmüll konnte aus zwei unterschiedlichen Perspektiven diskutiert werden.  Zum Thema Biodiversität haben beide Gruppen durch Exkursionen in die Umgebung die heimische Pflanzen- und Tierwelt kennen gelernt. Der Gegenbesuch im Januar in Benin wird von von der Benin-AG und den SchülerInnen aus Grandpopo vorbereitet, wobei Nachhaltigkeit, Umwelt- und Artenschutz sind für alle Teilnehmenden ein wichtiges Thema, an dem sie gerne weiterarbeiten wollen. Dazu gehören auch die Vermeidung von Abfall und der Respekt vor den Ressourcen unserer Erde.

 

 

Einführung

Die AG Benin unserer Schule füllt unsere Schulpartnerschaft mit einer Schule in Grandpopo, einem kleinen Ort am Meer in Benin, mit Leben. Das Motto unseres Austausches 2019/20: "Lebe nachhaltig!".

Kurzbeschreibung des Projektes

Die AG Benin der Heinrich-von-Kleist-Schule in Eschborn kümmmert sich seit einigen Jahren um den intensiven Austausch mit der Partnerschule Collège d’enseignement géneral in Grandpopo im Süden Benins. Neben der Unterstützung für benachteiligte SchülerInnen organisieren wir etwa alle zwei Jahre eine Begegnung der Teilnehmer in Deutschland und in Benin. Beim aktuellen Austausch 2019/20 wurden von beiden Gruppen gemeinsam erarbeitete Projekte unter dem Motto "Lebe nachhaltig" durchgeführt.

Der Projektansatz

Das ENSA-Austauschprojekt (Eschborn August 2019, Grandpopo Januar 2020) steht unter dem Motto: „Lebe nachhaltig!“. Beide Gruppen, die AG Benin und die Schüler*innen aus Grandpopo, organisieren die Aktivitäten beim Besuch in Deutschland und beim Gegenbesuch in Benin überwiegend selbstständig. Die Kommunikation erfolgt über Whatsapp und über Email. Vor allem das Thema Plastikmüll und Upcycling (SDG 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion) war der Gruppe aus Grandpopo ein wichtiges Anliegen, deshalb haben wir ein gemeinsames Upcycling-Projekt hier in Deutschland durchgeführt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Drei Upcycling-Sitzbänke aus alten Paletten mit selbst genähten Sitzkissen, die jetzt der Schulgemeinde der Kleist-Schule zur Verfügung stehen. Beim gemeinsamen Handwerken konnten wir uns mit unseren Klischees und Vorurteilen auseinandersetzen. Wir haben viel erfahren über das Leben in Benin, unsere Gäste aus Grandpopo und wir entdeckten auch beim Besuch eines Bauernhofes und auch beim gem. Kochen einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Zum Thema Biodiversität (SDG 15 Erhaltung der Biodiversität) lernten beide Gruppen bei Exkursionen in den Wald und in die renaturierte "Weilbacher Kiesgrube" eine große Artenvielfalt kennen, die uns durch eine Mitarbeiterin des dortigen Naturschutzhauses mit dem Modul "Biodiversität" nähergebracht wurde Wir kamen darüber ins Gespräch, welchen Wert die Natur für uns hat und wie Tiere in der Gesellschaft geachtet sind. Alle Exkursions- und Ausflugsziele wurden mit dem gut ausgebauten ÖPNV im Rhein-Main-Gebiet erreicht. (SDG 13 Maßnahmen zum Klimaschutz). Wichtigste Erfahrungen: "Freundschaft" -die deutsche Gruppe empfand die Begegnung als intensiver als bei Austauschen mit europäischen Schülern. "Ungleichheit"- die unterschiedlichen Chancen und globale Abhängigkeiten wurden deutlich. "Großes Erlebnis"-der Besuch in Deutschland war fantastisch. Probleme: Die Sprachbarriere war hoch, die Tn übten viel nonverbale Kommunikation.

Die Beteiligten

Reflexionen der Teilnehmenden aus Eschborn während des Projekts: In Deutschland haben wir viele neue Technologie und sind generell sehr weit fortgeschritten. Jedoch sind wir gegenüber den Beninern im sozialen Sinne sehr zurück gelegen. Sie achten mehr auf die einzelnen und nicht unbedingt auf die Leistungen, was mich sehr positiv überrascht hat. Die Lebensfreude ist viel größer bei ihnen als bei uns. Sie zieht daraus die Konsequenz: Man soll sich nicht zu früh ein Bild von jemandem machen, wenn man ihn noch gar nicht kennt. Außerdem sollte man immer offen für Neues sein und sich auf alles einlassen. Marie wiederum schreibt rückblickend: Musik verbindet und man kann sehr viel Spaß zusammen haben. Edwige aus Benin schreibt u.a. in ihrem Bericht für ENSA: Durch den Austausch versteht man besser die gegenseitigen globalen Abhängigkeiten. Schließlich noch Guillaume aus Benin: Umweltschutz und Nachhaltigkeit ist wichtig, vor allem Plastikmüll ist ein großes Problem. Wir als AG Benin führen unsere Schulpartnerschaft fort. Dazu gehört, dass wir an Tagen der offenen Tür und Schulfesten regelmäßig einen Info- und Verkaufsstand organisieren, um mehr Geld zu generieren gibt es eine Tombola. Insgesamt 16 Klassen beteiligen sich an dem Patenschaftsprojekt, mit dem benachteiligte Schüler*innen in Grandpopo unterstützt werden. Die Schulpartnerschaft hat mittlerweile einen festen Platz in unserem Schulleben. Der Austausch hat uns vor Augen geführt, welche globalen Ungerechtigkeiten es gibt und mit dass Jugendliche sehr unterschiedliche Chancen haben. Darüber haben wir viel geredet in der Familie und mit Freunden. Wir haben uns viel ausgetauscht über nachhaltiges Leben bei uns im Vergleich zu Benin. Zur Zeit planen wir in den AG-Stunden den Gegenbesuch in Benin (Jan.2020). Dabei stehen wir in Kontakt (über Whatsapp, email) mit den Beninern, die uns schon zahlreichen Tipps geben konnten.

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