BBS Ammerland

  • Bad Zwischenahn, Niedersachsen
  • Gesundheit, Globales Lernen, Technik
Gemeinsam mit unserer Partnerschule in Ghana möchten wir die Wichtigkeit von sauberem Wasser deutlich machen. Dabei werden Fachbereiche wie Mauern, Brunnenbau und im weiteren Sinne Gesundheit angesprochen. Ziel ist eine qualifiziertere Berufsausbildung in Ghana und kultureller Austausch.

Unter der Leitung der Fachgruppe Brunnenbau findet ein jährlicher Besuch der Partnerschule in Ghana statt. Übergeordnetes Thema ist „Wasser“. Es sollen Möglichkeiten erarbeitet werden, die Wasserqualität zu prüfen und mit baulichen Maßnahmen zu verbessern. Außerdem ist es Ziel, die Partnerschule als berufsbildende Schule in Ghana bei ihrer Arbeit zu unterstützen und eine Verbesserung der Qualität praktischer beruflicher Kenntnisse zu vermitteln. Bei allen Maßnahmen soll Kontakt zu deutschen Unternehmen und Insitutionen hergestellt werden, die die Arbeit an der Schule unterstützen und eventuell den Schulbesuch von wenig vermögenden Schülern fördern.

Die praktischen Projekte sollen im Theorieunterricht unterstützend aufgearbeitet werden.

Einführung

Gemeinsam mit unserer Partnerschule in Ghana möchten wir die Wichtigkeit von sauberem Wasser deutlich machen. Dabei werden Fachbereiche wie Mauern, Brunnenbau und im weiteren Sinne Gesundheit angesprochen. Ziel ist eine qualifiziertere Berufsausbildung in Ghana und kultureller Austausch.

Kurzbeschreibung des Projektes

Der Besuch in diesem Jahr hatte zum Ziel, die Wasserquellen an unserer Partnerschule zu analysieren und die Wasserqualität zu verbessern. Wasserquellen an der Schule sind ein Bohrbrunnen, eine Zisterne, die sich aus Regenwasser speist und ein Wassertank, der ebenfalls durch Regenwasser gefüllt wird. Alle Wasserquellen wurde mit Hilfe von Tests auf Bakterienhaltigkeit geprüft. Die Ergebnisse wurden im Unterricht besprochen und Maßnahmen daraus abgeleitet.

Der Projektansatz

Sowohl die deutschen als auch die afrikanischen Schüler konnten erstmalig mit HIlfe von TEstmaterial Wasserproben auf deren Güte testen. Die (erschreckend schlechten) Ergebnisse wurden dazu genutzt, in gemeinsamer Arbeit die Zisterne zu säubern und völlig zu erneuern. Dies erfolgte im praktischen Bau-Unterricht an der Schule. Ebenfalls wurde deutlich, dass das klare und scheinbar saubere Bohrwasser hochgradig mit Koli-Keimen belastet und nicht trinkbar war. Deshalb wurde der Brunnen stillgelegt. In einer Versuchsreihe wurde dann erprobt, wie durch einfache Bestrahlung durch Sonnenlicht Keime abgetötet werden und ein vorher belastetes Wasser trinkbar wurde. Die deutschen und afrikanischen Schüler waren gleichermaßen beteiligt, weitere Wasserproben zu nehmen. So untersuchten die deutschen Schüler das Wasser ihrer Pension, während einige afrikanische Schüler das Wasser zu Hause überprüften. In Gesprächen wurde über Wasserqualität diskutiert und für die afrikansichen Schüler die Aufgabe der Säuberung und Desinfektion des großen Wassertanks besprochen, da dies nicht mehr im Projektzeitraum umgesetzt werden konnte.

Die Beteiligten

Das grundlegende Thema "Wasser" war im Herbst 2017 anlässlich eines Besuchs einer Delegation der afrikanischen Partnerschule in Deutschland festgelegt worden. Damals waren zwei afrikanische und zwei deutsche Schüler*innen beteiligt, die aber alle nicht mehr an den beiden Schulen sind. Da beide Schulen Berufsschulen sind, ändern sich die Zusammensetzungen der Projektgruppen von Jahr zu Jahr. Erschwerend kam hinzu, dass auch zwei der vier begleitenden Lehrkräfte inzwischen die Partnerschule verlassen haben, so dass neue Kontakte aufgebaut werden mussten. Es gibt von Seiten des Schulbesitzers und der unterstützenden deutschen NGO weiterhin die Anfrage nach erneuten Projekten. Es existiert zu einigen Lehrkräften WahtsApp kontakt. Der Kontakt zu Schüler*innen ist sehr schwierig, da nicht von Zugang zu Internet ausgegangen werden kann und auch das Selbstverständnis der afrikanischen Schüler*innen ein anderes ist. Sie würden sich nie als Verantwortliche in einem Projekt sehen, sondern dieses immer nur mit enger Lehrer*innenbegleitung umsetzen.

Titelbild

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