out of the box

  • Bremen, Deutschland
  • Platz 3 - Sonderpreis Award 2018
  • Film / Medien, Globales Lernen
Wir organisieren Austauschprojekte, um unsere alltäglichen Vorurteile und Lebensweisen zu hinterfragen. Dabei erarbeiten wir Jugendlichen mit unseren Freund*innen aus Kenia fast alles allein. Während der Begegnungen machen wir gemeinsam Filme zu politischen und nachhaltigen Themen.

Seit 2015 schaffen wir durch Begegnungsreisen und andere Projekte, wie z.B. Briefkontakte, einen Austausch zwischen Jugendlichen aus Kenia und Deutschland. Mit unserer Partnerorganisation aus Nairobi „MYFF“ (Mathare Youth Film Festival) planen und organisieren wir als Verein „Partner*innen über Grenzen“ Begegnungen, bei denen es darum geht, dass Menschen aus verschiedenen Lebensrealitäten einander treffen und sich austauschen, zu politischen Themen und ganz alltäglichen Gefühlen und Erfahrungen, wir fangen so an, herrschende Gesellschaftsnormen zu hinterfragen. Vorurteile können hinterfragt und abgebaut werden, wenn sich Menschen kennenlernen. Es geht uns auch darum, uns in einer Welt zu sehen, unsere Position darin und damit einhergehende Privilegien zu erforschen. Gemeinsam können wir global eine bessere Welt erschaffen, wenn wir uns begegnen und miteinander sprechen, statt übereinander.

Einführung

Wir organisieren Austauschprojekte, um unsere alltäglichen Vorurteile und Lebensweisen zu hinterfragen. Dabei erarbeiten wir Jugendlichen mit unseren Freund*innen aus Kenia fast alles allein. Während der Begegnungen machen wir gemeinsam Filme zu politischen und nachhaltigen Themen.

Kurzbeschreibung des Projektes

Wir realisieren internationale Jugendbegegnungen, bei denen junge Menschen aus Kenia und Deutschland gemeinsam an politischen Themen arbeiten, die sie interessieren. Dabei werden Lebensrealitäten, Meinungen und Perspektiven ausgetauscht. Dieses Jahr haben Freunde aus Nairobi und Bremen zum SDG 10 neben Filmen und Theaterstücken auch eine Fotoausstellung und ein 360° Film erarbeitet. Nach dieser intensiven Zeit wünschen wir uns weitere Begegnungen und sind dabei diese selbst zu planen.

Der Projektansatz

Teil der Vorbereitung waren die Vorbereitungsseminare, in Kenia und Deutschland, bei denen Teambuilding und inhaltliche Arbeit an Themen wie Eurozentrismus, Rassismus, Sexismus und Sprache anstanden. Außerdem haben wir uns Zeit genommen Safe Spaces für Menschen mit und ohne Rassismuserfahrungen und Menschen die weiblich oder männlich sozialisiert sind, zu schaffen und die Möglichkeiten zu geben Ängste und Probleme zu äußern. Neben den Gruppenleiter*innen gibt es Ehemalige, die als Teamende gleiche Aufgaben und Verantwortung übernehmen. Wir haben mit unseren Partner*innen das Programm der Begegnung erstellt. Nach einer Präsentation aller im Voraus erarbeiteten Ergebnisse, wurde die restliche Zeit in gemischten Kleingruppen zu selbstgewählten Unterthemen gearbeitet. Dadurch kamen alle zu Wort und in einen Austausch. Auch durch das Zusammenleben, gab es immer wieder Möglichkeiten, sich mit eigenen alltäglichen Vorurteilen konfrontiert zu sehen. Sowohl unter Einzelnen wie auch in der Gesamtgruppe haben wir versucht damit umzugehen und gemeinsam darüber zu sprechen. Dadurch findet ein nachhaltiges Lernen für das Programm und persönliche Kontakte statt. Jeden Abend haben wir uns getroffen um zu erfahren, wie es den anderen geht, Lob und Kritik loszuwerden und das Programm auf Bedürfnisse anzupassen. Toni: Dadurch, dass unser Austausch-Alltag gleich ist, lernen wir individuell und gemeinsam. Dauerhaft sind wir dabei unsere Fehler zu reflektieren und voneinander zu lernen. Max: The fact that we discussed about equality and Identity, there is so much change we got from the exchange, you sort of feel also touched or offended and that is the change. Eine Herausforderung, war die fehlende Kommunikation innerhalb der Kleingruppen, gemeinsam zu arbeiten und sich damit auseinanderzusetzen. Doch wir haben es geschafft, durch Gespräche und vor Augen führen des gemeinsamen Ziels die Motivation wieder herzustellen und miteinander zu reden, zu arbeiten und von einander zu lernen

Die Beteiligten

Allgemein kann mensch sagen, dass wir als Jugendliche und junge Erwachsene fast alles selber machen. Wir können uns jederzeit auf die Hilfe der älteren Erwachsenen im Verein verlassen Die vorherigen Begegnungen stehen uns ebenfalls zur Verfügung. Die Aufgaben, die bei Projekt- und Begegnungsplanungen anstehen, werden in Kleingruppen bearbeitet oder auf gemeinsamen Treffen diskutiert. Bei den Treffen ist uns eine Arbeitsatmosphäre, die frei von Zwängen, Druck und Autorität ist wichtig. Wir suchen uns Räume in denen wir gerne arbeiten wollen. Wir überlegen uns gemeinsam, zu welchen Themen wir arbeiten wollen, sowohl in der Begegnung als auch allgemein in unserer Gruppe. Für die Themenfindung der Begegnung findet ein Austausch über Skype mit den Teilnehmenden der Partnergruppe statt. Das Gleiche gilt auch für die Programmgestaltung. Gelder für die Projekte werden von uns durch Anträge wie diesen versucht zu akquirieren. Die Teamenden, welche ehemalige Teilnehmende sind, verfügen über Erfahrungen und Erlebnisse, welches sie an die neuen Teilnehmenden weitergeben. Während der Begegnung entscheiden wir gemeinsam über das Programm und dessen Durchführung. Auch die Präsentation wird von uns als Begegnungsgruppe geplant, umgesetzt und in die Öffentlichkeit getragen. Die erste Planung der nächsten Begegnung beginnt am Ende der laufenden Begegnung. So wird eine Partizipation beider Partnergruppen ermöglicht. Die Mitarbeit an der Umsetzung und Planung ist freiwillig und somit sind wir engagiert und mit eigenem Interesse dabei.

Erleben, Verstehen Bewerten und Handeln bezogen auf eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland und im jeweiligen Partnerland

Wir sind Menschen die in verschiedenen Ländern aufgewachsen und sozialisiert sind. Durch die Projekte haben wir die Chance uns kennenzulernen, voneinander zu lernen, uns versuchen zu verstehen, unsere gegenseitigen Lebenswelten zu erkunden und uns gemeinsam in dieser Welt und den globalen Strukturen zu erkennen und zu positionieren. Das heißt in konkreten Beispielen, dass wir während der Begegnungsreisen in gemischten Kleingruppen an den SDG’s arbeiten und uns austauschen darüber, wie wir uns eine gerechte friedvolle Welt vorstellen, diese gestalten wollen und was wir tun und lassen müssen, um zu dem Ziel zu kommen gemeinsam in einer Welt zu leben, wie wir sie uns vorstellen. Dabei sind auch wir, als deutsche, gezwungen uns mit unseren Privilegien auseinanderzusetzen. Durch das Gespräch mit Menschen, die eine anders sozialisierte Sichtweise auf globale Zusammenhänge haben, dadurch wird das Interesse geweckt, sich mit solchen Themen zu beschäftigen und eine Position in unserer Welt zu beziehen. Das Erlebte können wir durch ausgetauschtes Wissen und Meinungen reflektieren und nachhaltig an unser Umfeld weitergeben. Dabei achten wir verstärkt darauf nur unsere eigenen Erlebnisse wiederzugeben, um so Stereotypen und Verallgemeinerungen aus dem Weg zu gehen. Ein Bespiel sind, entstandene Filme, ausserhalb der Begegnung von Teilnehmenden oder die Änderung unseres Vereinslogos von der Mercator-, zur Petersprojektion. Wir organisieren Freiwilligendienste in Bremen und Nairobi, die eine intensive Zeit und Austausch bei der jeweiligen Partner*innenorganisation ermöglicht. Christine: In my opinion We have succeeded in sharing knowledge where by we hold exchange programs every year from youths of both Germany and Kenya who are from very different and versatile communities coming together and tackling the problems being faced in their communities and using media to tell this stories.

Titelbild

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