bridge-it! Award

Ankündigung: Ab September könnt ihr euch für den bridge-it!-Award 2021 bewerben!

In  September ist es wieder so weit: Die Bewerbungsphase für unsere Auszeichnung von herausragenden Süd-Nord-Partnerschaften von Jugendlichen startet wieder – wir sind gespannt auf euch und eure Projekte. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner*innen des Awards 2020 „Partnerships in Times of Crisis“

„It’s good to remember that in crises, natural crises, human beings forget for awhile their ignorances, their biases, their prejudices. For a little while, neighbors help neighbors and strangers help strangers.“

Maya Angelou

Der bridge-it! Award stand im Jahr 2020 unter dem Motto „Partnerships in Times of Crisis“ und wurde zum 9. Mal verliehen. Der Eine-Welt-Förderpreis zeichnet herausragende Süd-Nord-Partnerschaften von Jugendlichen aus und fördert und wertschätzt das Engagement der Aktiven. Aus mehr als 20 Bewerbungen wurden insgesamt 11 Projekte  von der Jury ausgewählt und geehrt. Der Award ist der Startpunkt für den TOP-10-Zyklus mit dem Ziel, die engagiertesten und kreativsten Projektgruppen auszumachen und zur Change-Agents-Tagung sowie zu mehreren Vernetzungstreffen (Electronic-Meet-Up) einzuladen. Darüber hinaus verlieh die Jury zum zweiten Mal den „Senior Award“ für herausragendes Engagement von Projektleitenden. Die Teilnehmer:innen der Projekte nominierten ihre Projektleitungen mit einem kurzen Text für den Senior-Award. Es gab 10 Vorschläge, geehrt wurde ein seit vielen Jahren sehr engagiertes Tandem von Projektleitungen.

Das besondere in diesem Jahr: Die Gewinner*innen gestalten das Programm der CAT im Vorfeld selbst mit und lernen sich virtuell an drei Terminen rund um die CAT kennen: den Electronic Meet-Ups (EMU). Die Top3 bekommen ein Preisgeld in einer Gesamtsumme von 1500€.

Hier findet ihr die TOP-12 Projekte aus 2020

Senior Award 2020 

In diesem Jahr war auch beim Senior Award die Entscheidung für die Jury nicht einfach. Deshalb gibt es erstmal zwei erste Plätze beim Senior-Award! 

Herzlichen Glückwunsch: Den ersten Platz belegen Blandine Parlé und Theresia Heuser! Eure Projektgruppen wertschätzen mit der Nominierung euer Engagement auch über die Unterrichtszeit hinaus und geben uns einen Einblick in ihre einzigartigen Erfahrungen.

Eine weitere Erstplatzierung vergab die Jury außerdem an Jill Markram und Michael Blum, denen wir auf diesem Wege für das außerordentliche – und langjährige – Engagement danken. Wir wünschen dem Projekt weiterhin viel Erfolg, Kraft und Ausdauer! In der Nominierung schreiben ihre Projektgruppen: 

„Eine Freundschaft, die fürs Leben hält! 2014 haben Jill Markram und Michael Blum die Partnerschaft zwischen der Eersterivier Secondary School und dem Carl-Orff-Gymnasium erstmals ins Leben gerufen. (…) Über wiederkehrende Austausche haben wir untereinander eine so starke Bindung aufgebaut, wie sonst zu wenigen Menschen in unserem Leben.“


Begriffe und Hintergrund:

Die Welt unterliegt immer rascheren Veränderungsprozessen. Die zunehmende Globalisierung, das Internet, Facebook & Co. lassen die Welt zwar immer näher zusammenrücken, doch gleichzeitig entfernen wir uns weiter voneinander und die globalen Herausforderungen für uns alle wachsen: Die Kluft zwischen Arm und Reich nimmt zu, die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen und der Klimawandel schreiten voran und machen uns auf drastische Weise klar, dass wir unsere Lebens- und Verhaltensweisen dringend verändern müssen.

„Globales Lernen“ und „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

„… bedeuten für uns, mit Euch/Ihnen in Zeiten der Globalisierung zu lernen. Wir nehmen globale Zusammenhänge unter die Lupe: Welche Rolle und Verantwortung haben wir in der Weltgesellschaft? Kritisch und optimistisch entwickeln wir Zukunftsvisionen von einer gerechten, friedlichen Welt, in der natürliche Ressourcen geschont werden. So entdecken wir gemeinsam Möglichkeiten, die Globalisierung jetzt gerecht zu gestalten.“ (EPIZ Reutlingen)

Globaler Süden/ Globaler Norden

Mit dem Begriff Globaler Süden wird eine im globalen System benachteiligte gesellschaftliche, politische und ökonomische Position beschrieben. Globaler Norden hingegen bestimmt eine mit Vorteilen bedachte, privilegierte Position. Die Einteilung verweist auf die unterschiedliche Erfahrung mit Kolonialismus und Ausbeutung, einmal als Ausgebeutete und einmal als Profitierende. Die Einteilung Süd und Nord ist zwar auch geografisch gedacht aber nicht ausschließlich. Mit dem Begriffspaar Globaler Norden/Globaler Süden wird versucht, unterschiedliche Positionen in einem globalen Kontext zu benennen, ohne dabei wertende Beschreibungen wie z.B. „entwickelt“, Entwicklungsländer“ oder „Dritte Welt“ zu benutzen. (Glokal e.V.)

Globale Entwicklungsziele

Die Vereinten Nationen wollen bis 2030 Hunger und extreme Armut auf der ganzen Welt beseitigen. Die UN-Vollversammlung verabschiedete die sogenannten Nachhaltigen Entwicklungsziele, in Englisch Sustainable Development Goals genannt (SDGs). Es geht um nicht weniger, als die Welt zu verändern – so heißt es in den Vereinten Nationen. Den Weg dahin beschreiben die Nachhaltigen Entwicklungsziele.
17 sind es an der Zahl mit stolzen 169 Unterzielen: Kampf der Armut, dem Hunger, dem Klimawandel sind darunter. Dazu kommen Einsatz für Bildung, Umweltschutz und friedliche Gesellschaften. Bis 2030 will die Weltgemeinschaft diese Ziele erreichen, eine entsprechende Selbstverpflichtung vereinbarten die Mitgliedsstaaten bei ihrem Gipfel in New York in 2016. Der neue Katalog knüpft an die Millenniumsziele aus dem Jahr 2000 an. Davon wurden zwar nicht alle erreicht – immerhin aber gelang es aber, die extreme Armut auf der Welt zu halbieren.

Große Transformation

Meint einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel hin zu einer sozial und ökologisch gerechteren, nachhaltigeren, achtsameren Welt. Damit einher gehen viele verschiedene Prozesse, die miteinander verflochten sind und sich gegenseitig beeinflussen, z.B. Energie- und Mobilitätswende, Postwachstum, Dekolonisierung. Beispiele eines Zusammenlebens im Zeichen solcher Prozesse sind Transition Towns (‘Städte im Wandel”), in Deutschland zählen z.B. Leipzig, Essen und Tübingen dazu. Transformatives Lernen (z.B. GL und BNE) spielt eine zentrale Rolle für Veränderungsprozesse. Neue Arten des Miteinander-Seins und -Lernens zu finden ist ein wichtiger Hebel, um gesellschaftlichen Wandeln, anzuregen, zu katalysieren und zu begleiten.

Change Agents

Unter Change Agents verstehen wir diejenigen unter euch, die sich als Multiplikator*innen für eine andere (globale) Gesellschaft einsetzen,, indem sie Ideen und Wissen über Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Zusammenhalt in Projekte und Aktionen übersetzen. Change Agents leben damit Wandel (vor) und regen Veränderungsprozesse an. Um dies zu würdigen und zu unterstützen, veranstaltet bridge-it! jährlich eine Tagung gemeinsam mit Teilnehmer*innen des bridge-it! Awards und anderer Projektgruppen, die in Süd-Nord-Partnerschaften stehen.


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