Award 2021

Bewerbt Euch jetzt bis zum 17. November 2021 für den 10. bridge-it! Eine Welt Award für Süd-Nord-Partnerschaftsprojekte mit dem diesjährigen Thema

„Partnerships and Crisis“!

Hier legt Ihr Euch ein Profil an, mit dem Ihr Zugang zum Bewerbungsformular bekommt!

 

Auch dieses Jahr suchen wir junge Menschen, die mit einem Projekt zwischen Ländern des Globalen Südens und Deutschland gemeinsam an Zukunftsvisionen basteln!

 

Während CoVid weiterhin die weltweite Gesundheit vieler Menschen bedroht und die Klimakrise überall noch deutlicher zu spüren ist, wird klar: in den nächsten Jahren könnten sich einige dieser Krisen zuspitzen. Seid Ihr Change Agents, die trotz den Herausforderungen engagiert bleiben? Was sind Krisen für Euch? Habt Ihr in den letzten Monaten neue Wege der Zusammenarbeit in Euren Projekten gefunden? Oder habt Ihr neue Ideen entwickelt, wie Ihr Eure Partnerschaften krisenfest machen könnt? Dann bewerbt Euch unbedingt für den alljährlichen bridge-it! Award.

 

Wir sind gespannt auf Eure Berichte und werden aus allen Bewerbungen mit einer erfahrenen Jury am 06. Dezember die Top 10 auswählen – die deutschen Projektgruppen werden auf die Change Agents-Tagung im Frühjahr 2022 eingeladen, wo wir gemeinsam für ein paar Tage an einem schönen Bildungsort mit einem tollen Programm an Euren Zukunftsvisionen arbeiten. Die von der Jury ausgewählten Top 3 Projekte gewinnen sogar Preisgelder im Gesamtwert von 1500€!

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Senior Award 2021 

Übrigens: Ihr könnt auch den herausragenden Einsatz Eurer Projektleiter*innen für den bridge-it! Senior Award 2021 würdigen- dafür nominiert Ihr ein Tandem, also die Projektleitung aus dem Partnerland und die aus Deutschland. Hier könnt Ihr schnell und einfach Vorschläge machen, und die Jury wählt dann neben den Top 10 Projektgruppen auch ein Senior-Tandem als Gewinner*innen.

 


How to: So gestaltet ihr Eure Bewerbung

Unsere erfahrene Jury erwartet mit großer Spannung und Vorfreude Eure Bewerbungen. Damit Ihr wisst, worauf die Jury achtet, und was für uns eine gute Bewerbung ist, geben wir hier Euch praktische Anhaltspunkte. Im Text sind ein paar wenige Begriffe kursiv geschrieben, die wir auf der zweiten Seite kurz erklären.

Eine wirklich gute Bewerbung

  • ist 2 bis max. 3 Seiten lang,
  • ist übersichtlich und verständlich gestaltet,
  • beschreibt UND reflektiert Erfahrungen und Aktivitäten, und nicht die Tradition des Austauschs zwischen Globalem Süden und Globalem Norden; dabei ist der Jury insbesondere im Sinne des Globalen Lernens wichtig, was Ihr als Projektgruppe aus zwei Ländern gemeinsam gelernt habt und wie Ihr über Vorurteile und Stereotype reflektiert habt,
  • gibt konkrete Beispiele aus dem Projektalltag,
  • bringt deutlich die Perspektive beider Partnerländer ein; beispielsweise können beide Projektpartner*innen gemeinsam die Bewerbung schreiben, oder die deutsche Projektseite zitiert die andere Projektseite.

Auf der deutschen Projektseite könnt Ihr mit folgenden Fragen Euch auf die Bewerbung vorbereiten, also Euch Gedanken machen:

  • Was genau passiert inhaltlich bei Eurem Austausch mit den Projektpartner*innen? Welche Themen/Gedanken/Weltsichten tauscht Ihr miteinander aus?
  • Was genau nehmt Ihr auf deutscher Seite von Euren Projektpartner*innen inhaltlich auf und denkt darüber nach? Was löst ein solcher Austausch bei Euch aus?
  • Könnt Ihr beschreiben, ob sich in diesem Austausch Eure Weltsicht oder manche Eurer Einstellungen verändern? Schaut Ihr anders in die Welt? Und wie kommuniziert Ihr das an Euer Umfeld? Was genau lernt Ihr miteinander, übereinander oder voneinander?

In der Einführung (ca. 5 Sätze) sollte stehen

  • mit welcher Aktion Ihr Euch bewerbt,
  • wer Eure Partner*innen sind,
  • was Ihr mit dem Projekt in Deutschland und im Partnerland erreichen wollt,
  • und was ihr in und durch die Krise(n) gelernt habt.

In Teil A – Projekt: Zusammenarbeit, Rollen, Themen – wollen wir wissen:

  • Was macht Eure Partnerschaft aus; wie ist sie aufgebaut, und wie versucht Ihr oder gelingt es Euch, das Projekt wirklich partnerschaftlich – also möglichst gleichberechtigt in Gestaltung und Umsetzung – auszuführen?
  • Was sind Eure zwei oder drei wichtigsten Erfahrungen und Erkenntnisse, die Ihr durch den Austausch und durch die Krise(n) gemacht habt?
  • Welche Aufgaben übernimmt wer im Projekt, und wie werden Entscheidungen in der Projektarbeit vorbereitet und getroffen?

In Teil A schaut die Jury, inwiefern Euer Projekt

  • konstruktiv mit Krise(n) umgegangen ist,
  • von Jugendlichen gemacht ist
  • partnerschaftlich und partizipativ (also mitmachend) gestaltet ist; beide Projektseiten planen und gestalten die Zusammenarbeit,
  • sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschiede, aber auch wechselseitigen Klischees und Vorurteilen auseinandersetzt.

In Teil B Zukunftsvisionen: Beitrag zur Großen Transformation – wollen wir wissen:

  • Welche Fragen stellt Euer Projekt an die Zukunft, welche Vorstellung habt ihr von einer guten Zukunft für Alle?
  • Wie setzt Ihr Euch mit dem Projekt, aber auch darüber hinaus im privaten Umfeld, für mehr Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Achtsamkeit ein?
  • Welche Rolle spielt Euer Projekt in Eurem Leben, wie hat das Projekt Euer Denken und Handeln verändert? Wie beeinflusst Ihr als Change Agents Euer Umfeld?

In Teil B schaut die Jury, inwiefern Euer Projekt

  • zu mehr (globaler) Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Achtsamkeit beiträgt im Sinne der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen und der Großen Transformation,
  • die Jugendlichen befähigt in ihrem eigenen Alltag, in ihrem Handeln und ihrem Umfeld Change Agents zu sein.

Bitte fangt frühzeitig mit Eurer Bewerbung an, damit Ihr Antworten aus der ganzen Projektgruppe – also aus beiden Projektländern – einholen könnt. Viel Erfolg! 🙂


Begriffserklärungen

 

Globales Lernen

„… bedeuten für uns, mit Euch/Ihnen in Zeiten der Globalisierung zu lernen. Wir nehmen globale Zusammenhänge unter die Lupe: Welche Rolle und Verantwortung haben wir in der Weltgesellschaft? Kritisch und optimistisch entwickeln wir Zukunftsvisionen von einer gerechten, friedlichen Welt, in der natürliche Ressourcen geschont werden. So entdecken wir gemeinsam Möglichkeiten, die Globalisierung jetzt gerecht zu gestalten.“ (EPIZ Reutlingen)

Globaler Süden / Globaler Norden

Mit dem Begriff Globaler Süden wird eine im globalen System benachteiligte gesellschaftliche, politische und ökonomische Position beschrieben. Globaler Norden hingegen bestimmt eine mit Vorteilen bedachte, privilegierte Position. Die Einteilung verweist auf die unterschiedliche Erfahrung mit Kolonialismus und Ausbeutung, einmal als Ausgebeutete und einmal als Profitierende. Die Einteilung Süd und Nord ist zwar auch geografisch gedacht aber nicht ausschließlich. Mit dem Begriffspaar Globaler Norden/Globaler Süden wird versucht, unterschiedliche Positionen in einem globalen Kontext zu benennen, ohne dabei wertende Beschreibungen wie z.B. „entwickelt“, Entwicklungsländer“ oder „Dritte Welt“ zu benutzen. (Glokal e.V.)

Große Transformation

Meint einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel hin zu einer sozial und ökologisch gerechteren, nachhaltigeren, achtsameren Welt. Damit einher gehen viele verschiedene Prozesse, die miteinander verflochten sind und sich gegenseitig beeinflussen, z.B. Energie- und Mobilitätswende, Postwachstum, Dekolonisierung. Beispiele eines Zusammenlebens im Zeichen solcher Prozesse sind Transition Towns (‘Städte im Wandel”), in Deutschland zählen z.B. Leipzig, Essen und Tübingen dazu. Transformatives Lernen (z.B. GL und BNE) spielt eine zentrale Rolle für Veränderungsprozesse. Neue Arten des Miteinander-Seins und -Lernens zu finden ist ein wichtiger Hebel, um gesellschaftlichen Wandeln, anzuregen, zu katalysieren und zu begleiten.

Change Agents

Unter Change Agents verstehen wir diejenigen unter euch, die sich als Multiplikator*innen für eine andere (globale) Gesellschaft einsetzen,, indem sie Ideen und Wissen über Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Zusammenhalt in Projekte und Aktionen übersetzen. Change Agents leben damit Wandel (vor) und regen Veränderungsprozesse an. Um dies zu würdigen und zu unterstützen, veranstaltet bridge-it! jährlich eine Tagung gemeinsam mit Teilnehmer*innen des bridge-it! Awards und anderer Projektgruppen, die in Süd-Nord-Partnerschaften stehen.


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