bridge-it! Award 2019

Bewerbungen für den Award 2019 sind bis zum 17. November möglich!


„Partnerships For Future“ –

Der bridge-it! Eine Welt Award für Partnerschaftsprojekte

 

Ich habe so viel gelernt, indem ich den Menschen zugehört habe. Und alles, was ich wusste, war, dass das Einzige, was ich hatte, Ehrlichkeit und Offenheit war.“

Audre Lorde (US-amerikanische Schriftstellerin und Aktivistin)

 

Ihr seid Change Agents in einem Süd-Nord-Partnerschaftsprojekt oder -Schüler*innenfirma?

Ihr stellt Fragen an die Zukunft und habt ein zukunftsorientiertes Projekt und/oder eine Vision?

Ihr wollt gemeinsam mit anderen Change Agents die Zukunft formen und Teil eines Netzwerks von Engagierten sein?

Dann zeigt uns Euer Engagement und bewerbt Euch bis zum 17. November für den bridge-it! Eine Welt Award 2019. Werdet Teil der Change-Agents Tagung 2020, nehmt an kostenlosen Online-Meet-Ups mit weiteren Süd-Nord-Partnerschaftsgruppen teil und gewinnt ein Preisgeld aus einem Gesamtbetrag von 1500€!

So könnt Ihr Euch bewerben:

Um eine Bewerbung anzulegen, müsst Ihr zuerst ein Profil für Eure Gruppe erstellen. Dies kann auch schon geschehen bevor Ihr Euch gemeinsam entschließt die Bewerbung auszufüllen. Wir bitten Euch, Euer Profil schon frühzeitig zu erstellen, da wir dieses erst für Euch freischalten müssen!

JETZT PROFIL ANLEGEN

 

 Ihr habt schon ein Profil und wollt direkt eine Bewerbung schreiben? Toll! Dann klickt bitte hier:

 

BEWERBUNG EINREICHEN

Platzierung & Gewinn:

Die Mitglieder unserer Jury treffen sich am 5. Dezember und wählen aus allen Bewerbungen die Top10 Projektgruppen aus. Dieses Jahr werden die Gewinner*innen des Awards bei unserer Countdown 2030,2063 & beyond Konferenz bekannt gegeben, zu welcher die Anmeldung als Gruppe und/oder Einzelperson noch bis zum 15 November möglich ist! Die Top10 werden exklusiv zu unserer Change-Agents Tagung vom 19.-23.04.2020 in Kirchmöser (Brandenburg) eingeladen. Den Top3 winkt ein Preisgeld in einer Gesamtsumme von 1500€.

    NEU: Der bridge-it! Senior Award

Dieses Jahr vergeben wir erstmals unseren bridge-it! Senior Award für ein Süd-Nord-Tandem von Projektleiter*innen bzw. projekttragenden Lehrkräften. Damit wollen wir Euch als Change Agents die Möglichkeit geben, den herausragenden Einsatz Eurer Projektleiter*innen/Lehrkräfte wertzuschätzen. Ihr könnt dafür gemeinsam mit Euren Partner*innen aus Eurem Partnerland ein Tandem vorschlagen: Jeweils eine leitende Person aus dem Partnerland und aus Deutschland.
Für den bridge-it! Senior Award gibt es anders als bei der Junior-Version keine Bewerbung: Ihr nominiert Eure Projektleiter*innen direkt und unsere Jury kürt ein Tandem aus den Nominierungen zu den ersten bridge-it! Senior Award 2019 Preisträger*innen.

 

HIER ZUM SENIOR AWARD

 

Ob große Baumpflanzaktion mit Euren Partner*innen, gemeinsames Anbauen und Vermarkten von FairTrade-Artikeln oder eine partnerschaftliche Auseinandersetzung mit der Problematik Mikroplastik: wir möchten von Eurem Projekt erfahren und mit Euch in die Zukunft schreiten und sie gemeinsam gestalten. Hier findet Ihr noch mehr Eindrücke unserer letzten Change Agents Tagung in 2019.

Eindrücke der Change Agents Tagung 2019

Eure Aufgabe in der Bewerbung:

Für den Aufbau und Inhalt Eurer Bewerbung könnt ihr Euch an den folgenden Fragen orientieren. Bitte haltet die Antworten möglichst kurz. Eure Bewerbung sollte insgesamt nicht länger als zwei bis drei Seiten lang sein.

Für eine gute Bewerbung bezieht bitte so gut es geht die Perspektive/n Eurer Partner*innen mit ein – bestenfalls sogar mit Zitaten oder von ihnen geschrieben Beiträgen zur Bewerbung. Falls dies nicht möglich sein sollte, schildert uns bitte, was Hindernisse waren und wie Ihr versucht habt, diese aus dem Weg zu räumen. Wir interessieren uns nicht nur für Eure Erfolgsgeschichten, sondern auch für das, was nicht (so gut) geklappt hat. Aus Missverständnissen und dem Scheitern einer Projektidee können wir alle sehr viel lernen – und danach andere Fehler machen als die, die Wir schon einmal gemacht haben.

Insgesamt gibt es zwei Fragenblöcke.

A) Euer Projektansatz: Zusammenarbeit, Rollen, Themen

Bitte beschreibt uns hier, was Eure Partnerschaft ausmacht und wie sie aufgebaut ist bzw. wie der Austausch abläuft. Uns interessiert vor allem, wie Ihr Euch um ein gleichberechtigtes Geben, Nehmen und Teilen von Wissen und Ressourcen bemüht und welche Ansätze Ihr (mit Eurer Partnergruppe zusammen) habt, um die partnerschaftliche Gestaltung und Umsetzung weiter auszubauen.
Bitte schildert uns Eure wichtigsten Erfahrungen und Erkenntnisse, die Ihr durch den Austausch mit der Partnergruppe / durch das Partnerschaftsprojekt gewonnen habt (max. 3 Nennungen). Wenn möglich, stellt auch den Jugendlichen in der Partnergruppe/-schule diese Frage und fügt ihre Antworten in Eure Bewerbung ein. Falls dies nicht möglich sein sollte, schildert uns bitte, was Eure Hindernisse waren und welche Versuche Ihr unternommen habt, um die Sicht Eurer Partner*innen darzustellen.

Bitte stellt konkret dar, welche Aufgaben Ihr im Partnerschaftsprojekt übernehmt und wie an Eurer Schule/in der Projektgruppe Entscheidungen zu dem Projekt getroffen werden. Wie bezieht Ihr die Beteiligten in Deutschland, die Schulgemeinschaft bzw. das lokale Umfeld der Jugendgruppe in Eure Planung mit ein?

Welche Möglichkeiten habt Ihr / nutzt Ihr, um wichtige Entscheidungen über die Gestaltung und Entwicklung des Projektes gemeinsam mit den Partner*innen vorzubereiten und zu treffen?

B) Zukunftsvisionen Eures Projekts: Beitrag zur großen Transformation in Deutschland und im Partnerland

Bitte beschreibt uns hier, welche Fragen Euer Projekt an die Zukunft stellt und welche Vorstellung einer guten Zukunft für alle leitend für Euer Projekt ist. Uns interessiert vor allem, wie Ihr durch Euer Projekt (und darüber hinaus) in Eurem eigenen Umfeld und Alltag (Schule, Freund*innen, Freizeit, Eltern, Verwandte, …) versucht, zu mehr (globaler) Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Achtsamkeit beizutragen.
Bitte schildert uns konkret: Welche Rolle spielt Euer Projekt für euch im Schulleben bzw. in Eurer Jugendgruppe? Schildert uns, was Ihr selbst bis jetzt aus dem Projekt gelernt habt: Wie hat sich Euer Denken und Handeln durch das Projekt verändert und wie beeinflusst ihr als Change Agents damit Euer Umfeld? Was nehmt Ihr Euch auf der Grundlage Eurer bisherigen (Lern-)Erfahrungen für die Zukunft Eurer Partnerschaft vor?

Was erzählen die Change Agents der Partnergruppe über ihre Erlebnisse, Erkenntnisse, ihr Handeln und über Veränderungen in ihrem eigenen Umfeld? Wenn möglich, stellt auch den Jugendlichen in der Partnergruppe/-schule diese Frage und fügt ihre Antworten in Eure Bewerbung ein. Falls dies nicht möglich sein sollte, schildert uns bitte, was Eure Hindernisse waren.

Allgemeines Jury-Kriterium: Gestaltung Eurer Bewerbung

Bitte achtet darauf, dass die Jury Euer Projekt gut verstehen kann und der Inhalt auch für eventuelle weitere Veröffentlichungen übersichtlich und leicht verstehbar ist. Eure Bewerbung sollte auch für Menschen verständlich sein, die Euer Projekt (noch) nicht kennen.

Bitte haltet Eure Antworten insgesamt kurz und knackig – wir bewerten nicht die lange Tradition Eurer Partnerschaft, sondern im Wesentlichen eine konkrete Aktion aus 2018.

 

Wir freuen uns auf Euch und Eure Bewerbungen!

Wenn Ihr über den Award und unsere anderen Formate auf dem Laufenden bleiben wollt, dann meldet Euch für unseren Newsletter an und folgt uns auf Facebook @bridge.it.eV und Instagram @bridge.it.ev.

Aufgabenhintergrund / Begriffe
Die Welt unterliegt immer rascheren Veränderungsprozessen. Die zunehmende Globalisierung, das Internet, Facebook & Co. lassen die Welt zwar immer näher zusammenrücken, doch gleichzeitig entfernen wir uns weiter voneinander und die globalen Herausforderungen für uns alle wachsen: Die Kluft zwischen Arm und Reich nimmt zu, die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen und der Klimawandel schreiten voran und machen uns auf drastische Weise klar, dass wir unsere Lebens- und Verhaltensweisen dringend verändern müssen.
„Globales Lernen“ und „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
„… bedeuten für uns, mit Euch/Ihnen in Zeiten der Globalisierung zu lernen. Wir nehmen globale Zusammenhänge unter die Lupe: Welche Rolle und Verantwortung haben wir in der Weltgesellschaft? Kritisch und optimistisch entwickeln wir Zukunftsvisionen von einer gerechten, friedlichen Welt, in der natürliche Ressourcen geschont werden. So entdecken wir gemeinsam Möglichkeiten, die Globalisierung jetzt gerecht zu gestalten.“ (EPIZ Reutlingen)
Globaler Süden/ Globaler Norden
Mit dem Begriff Globaler Süden wird eine im globalen System benachteiligte gesellschaftliche, politische und ökonomische Position beschrieben. Globaler Norden hingegen bestimmt eine mit Vorteilen bedachte, privilegierte Position. Die Einteilung verweist auf die unterschiedliche Erfahrung mit Kolonialismus und Ausbeutung, einmal als Ausgebeutete und einmal als Profitierende. Die Einteilung Süd und Nord ist zwar auch geografisch gedacht aber nicht ausschließlich. Mit dem Begriffspaar Globaler Norden/Globaler Süden wird versucht, unterschiedliche Positionen in einem globalen Kontext zu benennen, ohne dabei wertende Beschreibungen wie z.B. „entwickelt“, Entwicklungsländer“ oder „Dritte Welt“ zu benutzen. (Glokal e.V.)
Globale Entwicklungsziele
Die Vereinten Nationen wollen bis 2030 Hunger und extreme Armut auf der ganzen Welt beseitigen. Die UN-Vollversammlung verabschiedete die sogenannten Nachhaltigen Entwicklungsziele, in Englisch Sustainable Development Goals genannt (SDGs). Es geht um nicht weniger, als die Welt zu verändern – so heißt es in den Vereinten Nationen. Den Weg dahin beschreiben die Nachhaltigen Entwicklungsziele.
17 sind es an der Zahl mit stolzen 169 Unterzielen: Kampf der Armut, dem Hunger, dem Klimawandel sind darunter. Dazu kommen Einsatz für Bildung, Umweltschutz und friedliche Gesellschaften. Bis 2030 will die Weltgemeinschaft diese Ziele erreichen, eine entsprechende Selbstverpflichtung vereinbarten die Mitgliedsstaaten bei ihrem Gipfel in New York in 2016. Der neue Katalog knüpft an die Millenniumsziele aus dem Jahr 2000 an. Davon wurden zwar nicht alle erreicht – immerhin aber gelang es aber, die extreme Armut auf der Welt zu halbieren.
Große Transformation
Meint einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel hin zu einer sozial und ökologisch gerechteren, nachhaltigeren, achtsameren Welt. Damit einher gehen viele verschiedene Prozesse, die miteinander verflochten sind und sich gegenseitig beeinflussen, z.B. Energie- und Mobilitätswende, Postwachstum, Dekolonisierung. Beispiele eines Zusammenlebens im Zeichen solcher Prozesse sind Transition Towns (‘Städte im Wandel”), in Deutschland zählen z.B. Leipzig, Essen und Tübingen dazu.
Transformatives Lernen (z.B. GL und BNE) spielt eine zentrale Rolle für Veränderungsprozesse. Neue Arten des Miteinander-Seins und -Lernens zu finden ist ein wichtiger Hebel, um gesellschaftlichen Wandeln, anzuregen, zu katalysieren und zu begleiten.