Jury 2019

Wir begrüßen Onejiru als Schirmfrau
des bridge-it! Award 2019!

Musikerin, Gründerin & Aktivistin

Die in Nairobi geborene Sängerin und Songwriterin ist in Wanne-Eickel aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren in Hamburg. Sie tourte nicht nur in Europa, den USA, Russland und Ostafrika und sang auf diversen Alben, sondern ist darüber hinaus seit vielen Jahren Teil des Künstlerkollektivs Turtle Bay Country Club.

Neben ihrer Musikkarriere engagiert sie sich sozial im Beirat der Viva con Agua Stiftung und dem von ihr mitgegründeten afrodeutschen Künstlerinnen Kollektiv Sisters. Sisters ist geballte Kraft von Frauen, die sich zusammengeschlossen haben, um sich politisch und sozial zu Themen wie Gender, Rassismus, Bildungs- und Umweltpolitik zu engagieren. Sie ist außerdem Spokesperson von Music Hamburg Women, einem Netzwerk für Frauen in der Musikwirtschaft.

Onejiru ist Sängerin und Produzentin im Team von Ballet Jeunesse, das klassische Musik „recomposed“, um diese einem jüngeren Publikum näherzubringen. Ballet Jeunesse eröffnete 2016 das Reeperbahn Festival und wurde im selben Jahr für den Musikpreis HANS in den Kategorien „Album des Jahres“ und „Herausragende Produktion“ nominiert.

Onejiru ist Mitinitiatorin und Co-Gründerin von eeden, einem co-creation Space, Diskursraum und Netzwerk für visionäre Frauen.

Kafalo Sékongo

Entwicklungspädadogisches Informationszentrum, Reutlingen

Kafalo Sékongo ist in der Elfenbeinküste geboren und aufgewachsen. Er studierte in seiner Heimat Germanistik und arbeitet 10 Jahre lang als Deutschlehrer an einem Gymnasium. Er war in dieser Zeit Ansprechpartner von Reutlingen in ihrer afrikanischen Partnerstadt Bouaké. So hat Kafalo Sékongo eine Schulpartnerschaft zwischen seinem Gymnasium, dem Lycée Moderne Belleville Bouaké und dem Bildungszentrum Nord Reutlingen initiiert und lange betreut. Seit 2010 lebt er in Deutschland, wo er zum Thema „Integration afrikanischer Migranten in Deutschland“ promoviert. Er ist Referent beim EPiZ mit Schwerpunkten: Schule anderswo, Schulpartnerschaften, Kinderarbeit, Agrarprodukte der Südländer etc. An der VHS Tübingen und am Fachsprachenzentrum Tübingen unterrichtet er Deutsch und Französisch für Menschen mit Migrationshintergrund

Dr. Renée Ernst

Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Bonn

Seit Juli 2011 ist Dr. Renée Ernst die stellvertretende Leiterin der Flexiblen Geschäftseinheit der GIZ für Migration. Vorher hat sie sechs Jahre lang als Beauftragte der Kampagne der Vereinten Nationen in Deutschland für die Umsetzung der Millenniumsziele geworben. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Die promovierte Agrarwissenschaftlerin war über zehn Jahre in Lateinarmerika, Afrika und Südostasien in unterschiedliche Entwicklungsvorhaben eingebunden. Sie arbeitete in Projekten der GTZ, des DED und in Kooperation mit Weltbank und FAO. Vor ihrem Einsatz bei der UN-Kampagne war sie Abteilungsleiterin für Projektmanagement an einem internationalen Abrüstungsinstitut (BICC) in Bonn tätig.

Lawrence Oduro-Sarpong

AfricAvenir International e.V. Berlin

Lawrence Oduro-Sarpong ist Referent für Globales Lernen, interkultureller und diversity Trainer Mediator und Coach.
Er ist in Ghana geboren und wuchs in der Industrie- und Hafenstadt Tema auf. Er lebt seit vielen Jahren in Berlin und trainiert und berät Schulpartnerschaften sowohl beim EPIZ Berlin als auch beim ENSA-Programm von Engagement Global.

Hannah Kalhorn

Entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm (ENSA) / Engagement Global, Berlin

Hannah Kalhorn hat Erziehungswissenschaften, Soziologie und Südosteuropäische Geschichte an der Freien Universität Berlin studiert. Seit 2013 leitet sie das Entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm ENSA, das seit 2012 bei der ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH angesiedelt ist.
Zuvor hat Frau Kalhorn in der Stiftung Schüler Helfen Leben das Programm für den Auslandsfreiwilligendienst in Südosteuropa auf- und ausgebaut. Im Fokus standen dabei die Weiterentwicklung eines partizipativen Freiwilligendienstes von der Auswahl bis zum Engagement nach der Zeit im Ausland sowie die enge Zusammenarbeit mit den Projektpartner*innen.
Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen auf den Themen Globales Lernen/Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), schulische und außerschulische Bildung in Transformationsländern sowie Personal- und Organisationsentwicklung.

Imke Häusler

Kindernothilfe, Duisburg

Imke Häusler, Lehrerin für Biologie und Geschichte mit Zusatzqualifikation Interkulturelle Pädagogik, arbeitet seit 2001 als Referentin für entwicklungspolitische Bildung bei der Kindernothilfe.
Sie ist Autorin zahlreicher Unterrichtsmaterialien zum Globalen Lernen unter anderem zu den Themen Kinderrechte, Armut und Armutsbekämpfung, kulturelle Vielfalt und HIV/Aids. Sie hat umfangreiche Erfahrungen in der Kooperation zwischen außerschulischem Träger und Schule im Bereich der entwicklungspolitischen Bildung. So hat sie die dreijährige Kampagne „Act Positive – Aids affects us all“ mit Partner*innen aus den Niederlanden, der slowakischen Republik und Südafrika aufgebaut, in deren Rahmen sich viele Schüler*innengruppen in Deutschland engagierten. Außerdem bietet sie Fortbildungen für Multipilkator*innen unter anderem zu den Themen Kinderarbeit, Spiele – global oder Millenniumsziele an und verwirklicht mit ihrem Team kleinere Projekte an Schulen.
Imke Häusler vertritt die Kindernothilfe in der Globalen Bildungskampagne, war Mitglied des Runden Tisches der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung und ist in der Jury des Schulwettbewerbs des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik.
Ihr ist es wichtig Teil einer Organisation zu sein, die sich für die Rechte der Kinder einsetzt und in den von ihr unterstützten Projekten die Partizipation der Kinder fördert.

Christoph Steinbrink

Initiative Schule für EineWelt

Christoph Steinbrink, 37 Jahre lang Gymnasiallehrer für Französisch/Englisch/Ethik, jetzt Lehrbeauftragter an der LMU, hat 20 Jahre hindurch eine sehr engagierte EineWelt-Gruppe an der Schule geleitet (u.a. Schulpartnerschaftsprojekt mit einem Internat im Flüchtlingslager der Sahrauis auf algerischem Boden). Parallel hierzu war er bereits sehr früh als Leiter von Fortbildungsveranstaltungen am Pädagogischen Institut in München im Bereich „Globales Lernen“ tätig. Auf kommunaler Ebene war er bei Themen wie Interkulturalität oder etwa Vorbereitung von Stadtratsbeschlüssen gegen Kinderarbeit im öffentlichen Beschaffungs-wesen oder Fairhandel aktiv. Im Auftrag der Stadt hat er 2010 – als München eine der vier Botschafterstädte der MDGs war – eine umfangreiche Materialsammlung zur unterrichtlichen Behandlung der MDGs erstellt. Seit über 25 Jahren arbeitet er europaweit in einem Netz der für das Globale Lernen Engagierten mit und war ehrenamtlich über 20 Jahre in der Westsahara-Solidarität tätig. Sein derzeitiges Hauptengagement liegt in der Friedensarbeit für Nahost.

Brigitte C. Wilhelm

Berliner Komitee für UNESCO-Arbeit e.V., Berlin

Brigitte Wilhelms Engagement hinsichtlich der Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele umfasst viele Ereignisse:
Im Jahr 2006 leitete sie in Berlin ein Straßentheater mit Schüler*innen. Ein Jahr später führt sie die Demo „Kinder bewegen die Welt“ am Brandenburger Tor an.
2009 organisiert Brigitte Wilhelm eine Lesung unter dem Namen „Das große Lesebuch“ mit Schüler*innen im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit im Paul-Loebe-Haus. Im nächsten und übernachsten Jahr folgt die Kampagne ONE Goal for Education, ein Faires Fußballspiel, das den Kindern spielerisch Toleranz und Engagement näher bringt. Des Weiteren setzte sie sich für einen WeltAIDS Tag in Schulen ein, der nun schon seit 2010 am 1. Dezember stattfindet.
Brigitte Wilhelm gibt zudem aktiv Schülerseminare an der Robert-Jungk-Oberschule in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, bei denen sie die Unterstützung der Menschenrechte thematisiert.

Jürgen Wolters

ARA e.V., Bielefeld

Trägerschaft und Moderation des Themenfeldes Umwelt im NRW-BLK-Programm „Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schulen“.
Im Rahmen dessen Mitwirkung an der Entwicklung und Erprobung verschiedener fachlicher Bausteine, z.B. zur Instrumentalisierung von Schulpartnerschaften im Rahmen von BNE.
Fachwissenschaftliche Begleitung eines Modellprojektes zur Implementierung von BNE in Angebotsstrukturen Außerschulischer Umweltbildung, in Kooperation mit dem Landesverband NRW der ANU.
Durchführung verschiedener Qualifizierungsprogramme für schulische und außerschulische Multiplikator*innen in der BNE, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Umwelt & Entwicklung; sowie speziell für Offene Ganztagsangebote in Zusammenarbeit mit der BUNDjugend und dem EineWelt-Netzwerk NRW.
Initiierung und Implementierung von BNE als Leitformel des Informationsangebotes in Pilotprojekten für Zoos (Zoo Köln) und Naturkundemuseen (namu Bielefeld).

Dr. Sascha Müller

Kumulus e.V. / Initiator des bridge-it! Award

Sascha Müller, promovierter Ökonom aus Berlin, ist der Initiator des bridge-it! Award. Erfahrungen in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit sammelte er bei der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (jetzt Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ) in Kolumbien und als Berater der Delegation der Europäischen Kommission zu den Vereinten Nationen in New York bei den MDG+5 Verhandlungen im Jahr 2005, sowie in verschiedenen Forschungsaufenthalten in Lateinamerika. Während seiner Promotion an der FU Berlin lehrte er über mehrere Jahre am interdisziplinären Lateinamerika-Institut zusammen mit seinem Mentor und Doktorvater Prof. Dr. Manfred Nitsch. Als Vorstandsmitglied des Kumulus e.V., den er 1998 mit gründete, initierte und leitete er diverse, bundesweite Projekte für und mit Schulen in den Bereichen Demokratie und Entwicklungspolitik in Deutschland, darunter auch die Initiative „Chasing the Dream“ aus den Vereinten Nationen.

Lucía Muriel

glokal e.V., Psychotherapeutin, Kommunikationstrainerin

Lucía Muriel, aus Ecuador, ist eine Diplompsychologin und Psycho- sowie Traumatherapeutin. Seit 1984 ist sie aktivistisch bei der bundesweiten politischen Migrant/innenarbeit vertreten, als auch in vielen anderen migrationsbezogenen Bildungsfeldern (u.a. Antirassismusarbeit, dekolonisierende Bildungsarbeit, genderspezifisches Empowerment). In Lateinamerika kam sie zu mehrjähriger Projekterfahrung in der globalisierten Bildungsarbeit.

Muriel ist Initiatorin, Menthorin und Mitgründerin des migrantischen Berliner Verbandes in der Eine-Welt-Arbeit, Mitgründerin und Vorsitzende des Bundesverbandes „Migration, Entwicklung und Partizipation“ (MEPa e.V.). 2014 veröffentlichte sie die Publikation „Die bundesdeutsche Eine-Welt-Arbeit aus einem Guss?“ zum Verhältnis von migrantischen und Nichtregierungsorganisationen. Derzeit arbeitet Muriel bei glokal e.V., als Psychotherapeutin, freiberufliche Organisationsberaterin, Supervisorin, Kommunikationstrainerin und Dozentin.