„change agents“ Tagung 2017

 

Ort: PerspektivFabrik in Brandenburg an der Havel

Workshop-Paten:

  • AfricaAvenir International e.V.
  • ASET e.V.
  • Entwicklungspädagogisches Informationszentrum (EPiZ) Reutlingen
  • Initiative Schule für EineWelt
  • Story4good

Trainer*innen:

  • Maike Gosch (Story4good)
  • Dr. Gisela Führing (ASET e.V.)
  • Kafalo Sékongo (EPiZ Reutlingen)
  • Lawrence Oduro-Sarpong (AfricAvenir International e.V.)
  • Constanza Silva Lira (Bildungsreferentin für Globales Lernen)
  • Christoph Steinbrink (Initiative Schule für EineWelt)
  • Christian Stärk (WorldWeWant & friends)
  • Irene Izquierdo (Dokumentarfilmerin / Trainerin für Medienpädagogik und politische Bildungsarbeit

 

Einblick in die Tagungsinhalte

Für Schüler*innen:
Workshop 1. ,,Kennst du Afrika – jenseits der Stereotypen?“
Trainer: Kafalo Sékongo
Afrika – dahinter verbirgt sich mehr als Wörter, die mit ,,K“ anfangen. ,,K“ wie Krankheit, Krieg, Konflikte, Katastrophen, Krisen, Korruption…,,Wenn wir uns am Bild der Massenmedien orientieren, lernen wir heute alles darüber, wie Afrikaner*innen sterben, aber nichts darüber, wie sie leben.“ (Henning Mankell)
Kafalo Sékongo gebürtig aus der Elfenbeinküste und Fachpromotor für Globales Lernen und Internationale Bildungspartnerschaften hinterfragt gemeinsam mit Euch gängige Klischees und Vorurteile über einen vielseiten, umfangreichen Kontinent. Anschließend wird ein anderes Bild Afrikas gezeigt, welches in den europäischen Medien gern ausgeblendet wird.
Der Workshop möchte Akteuren von Schulpartnerschaften ein anderes Afrikabild vermitteln und somit Begegnungen auf Augenhöhe stärken.

 

Workshop 2. „Perspektivenwechsel. Der etwas andere Blick auf die Welt“
Trainer: Christoph Steinbrink
In diesem Workshop steht die Welt Kopf. Doch keine Angst vor dem Kulturschock! Wir verlassen unsere alltägliche Sichtweise und erleben in spielerischer Weise globale Verstrickungen und deren Auswirkungen. Wir bekommen Lust, uns einzumischen, wenn wir miteinander kooperieren statt Wettbewerbsfähigkeit zu trainieren. Selbst bei komplexen Themen wie globaler Erhitzung, weltweiter Ungerechtigkeit und „Überlebensflüchtlingen“ sind dann Veränderungen möglich – doch manchmal muss man dafür über vorherrschende Regeln hinausblicken. Ich lade ein, in einer Mischung aus Spiel und Reflexion sich gemeinsam auf eine Entdeckungsreise in die EineWelt zu begeben.
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Für Schüler*innen und Lehrer*innen:
Einzelgespräche (d.h. jede Projektgruppe für sich mit einem*r Trainer*in)

Trainer*innen: Dr. Gisela Führing, Constanza Silva Lira, Lawrence Oduro-Sarpong

Eure Bewerbungstexte zum bridge-it! Award aus dem letzten Jahr bieten eine gute Grundlage, um die eigene Wortwahl zu reflektieren. Im Anschluss an das Impulsreferat finden daher Einzelgespräche (je 30 Min.) mit einer*m Trainer*in statt, um eure Bewerbungstexte im Licht des Vortrags zu hinterfragen.

Impulsworkshop. Von Trommlern und Helfern – Die Macht der Worte
Referent: Lawrence Oduro-Sarpong (AfricAvenir International e.V.)
Der Impulsworkshop soll eine Einführung zur Macht der Worte im Rahmen von Berichten liefern. Die Gesellschaft, in der wir aufgewachsen sind, ihre Geschichte, die sozialen Stellungen, die wir darin einnehmen, sind für jede*n Einzelne*n von uns eine Art Vorgeschichte: Durch sie haben wir gelernt andere Menschen und Gesellschaften auf eine bestimmte Art wahrzunehmen und ihnen entsprechend zu begegnen. Das wollen wir in diesem Workshop gemeinsam hinterfragen.
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Welthandelsspiel
In spielerisch-vereinfachter Form simulieren wir den Welthandel: Dabei erleben wir grundlegende Wirkmechanismen. Eine superheiße Auswertungsdebatte garantiert.
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Barcamp: Bearbeiten konkreter Anliegen der einzelnen Projekte
Moderation: Dr. Sascha Müller
Hier möchten wir Euren konkreten Anliegen Raum geben. Jede Projektgruppe formuliert in der Vorbereitung zur Tagung 2 Brennpunkte aus der aktuellen Projektarbeit und stellt es der Gruppe vor. Im Barcamp erhalten alle Teilnehmenden die Möglichkeit ihre Themen vorzuschlagen, die dann auf Themeninseln besprochen werden.
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Für Lehrer*innen:

 

Workshop B. Machtkritische Perspektiven auf Süd-Nord Partnerschaften am Beispiel von Schulpartnerschaften
Referent: Lawrence Oduro-Sarpong (AfricAvenir International e.V.)
Fast alle entwicklungspolitische Gruppen in Deutschland beanspruchen für sich, mit ihren Partner*innen im Globalen Süden auf gleicher “Augenhöhe“ zusammenzuarbeiten. Beim näheren Hinschauen wird jedoch deutlich, dass sie von Schieflagen und (kolonialen) Machtverhältnissen sehr stark geprägt sind. In der Praxis gibt es häufig feste Rollen: Die einen wollen helfen, die anderen werden zu Hilfeempfänger*innen, die einen reisen, die anderen werden besucht, die einen evaluieren, die anderen werden evaluiert, etc. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln werden beim Workshop machtkritische Perspektiven auf Süd-Nord Partnerschaften geworfen. Nach kurzen Input-Statements werden in Arbeitsgruppen Kriterien für eine machtkritische Arbeit von Schulpartnerschaften erarbeitet und zum Abschluss gemeinsam diskutiert.
„change agents“ Tagung 2017 (short version)