Schule International – Afrika

  • Lodwar Girls Primary School, Lodwar, Kenia
    Schule International - Afrika, Ribnitz-Damgarten, Deutschland
  • 8 Award 2020
  • Globales Lernen, Inklusion, Umwelt
In unserem Kurs "Schule International" liegt für uns der Fokus darauf, Beziehungen zu ausländischen Schulen auf- und auszubauen. Neben Projekten mit Schulen in Europa, haben wir zunächst eine Briefpartnerschaft zur Lodwar Girls Primary School in Kenia entwickelt mit dem Ziel gemeinsamer Begegnungen.

Die Partnerschaft mit der kenianischen Schule ermöglicht interessante gegenseitige Einblicke in Land, Kultur und Schulalltag. Wir stellen unsere Schulen vor und berichten über uns, unsere Familien und Interessen. Auf diese Weise lernen wir uns zunächst in der virtuellen Welt kennen. Power  Point Präsentationen und Filme helfen dabei. Unser großes Ziel sind gegenseitige Besuche, um uns persönlich kennenzulernen. Wir haben bereits einen Plakatwettbewerb zum Thema „Think globally, act locally“ durchgeführt. In Workshops haben wir uns mit dem Perspektivenwechsel, insbesondere mit immer noch kolonial geprägten oder einseitigen Geschichten über afrikanische Länder und uns oft noch unbewussten sprachlichen Vorurteilen auseinandergesetzt. Nun stehen wir vor einer neuen Stufe unseres Projekts: wir wollen unsere Partnerschule im Norden Kenias und unsere Briefpartnerinnen persönlich kennenlernen und außerdem die Partnerschaft auf die Secondary School, in die unsere Briefpartnerinnen bald gehen werden, ausweiten. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir  nachhaltige Projekte entwickeln, uns z.B. mit Pflanzungen im Klimaschutz engagieren. Dabei ist es  uns ist wichtig, gemeinsame Ideen zu entwickeln.

Einführung

In unserem Kurs "Schule International" liegt für uns der Fokus darauf, Beziehungen zu ausländischen Schulen auf- und auszubauen. Neben Projekten mit Schulen in Europa, haben wir zunächst eine Briefpartnerschaft zur Lodwar Girls Primary School in Kenia entwickelt mit dem Ziel gemeinsamer Begegnungen.

Kurzbeschreibung des Projektes

Seit 2018 sind wir in Kontakt, wir schreiben E-Mails und haben uns und unsere Schulen mit Hilfe von Filmen vorgestellt. Unser Ziel besteht darin, uns gegenseitig besser kennenzulernen, um miteinander und voneinander zu lernen. Aus diesem Grund stehen gemeinsame Aktivitäten im Mittelpunkt unserer Projektarbeit. Ein Beispiel dafür ist ein Plakatwettbewerb zum Thema unseres Projektes, der sowohl in Kenia als auch bei uns durchgeführt wurde. Die Anbahnungsreisen 2020 mussten wir verschieben.

Der Projektansatz

Unsere Schule und die Girls‘ Primary School möchten sich über die Grenzen der Schule hinaus engagieren und mit Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenarbeiten. Auf diese Weise haben wir die Möglichkeit, über direkte Kontakte andere Kulturen kennenzulernen und zu verstehen. Wir wollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen sowie deren Ursachen. Somit können wir helfen, Vorurteile abzubauen. Ein weiteres Ziel unserer Projektarbeit besteht darin, dass wir weltoffen und tolerant zu Menschen anderer Kulturen sind. Um das Projekt mit Leben zu erfüllen und konkrete Themen vorzubereiten, nutzen wir hauptsächlich den E-Mail Verkehr, wobei es schwer ist diesen direkt durchzuführen, da die kenianischen Schülerinnen keinen eigenen E-Mail Account haben. So läuft der Austausch vermittelt über die Lehrerinnen. Durch Mails und Filme haben wir bereits viel über das Leben in Kenia gelernt und auch unsere Partner wissen nun mehr über das Leben in Deutschland. Dabei haben wir festgestellt, dass wir ähnliche Wünsche und Interessen haben. Wir konnten erste Eindrücke von dem Schulsystem dort sammeln und umgekehrt. Indem beide Seiten voneinander berichten, erkennen wir oft, dass wir über die einfachen Lebensumstände Vorurteile haben und unsere Partnerinnen stolz und glücklich von ihrem Leben berichten. Für unseren Kurs stellt die Zusammenarbeit mit den afrikanischen Schülerinnen bereits jetzt eine Bereicherung dar. Den Plakatwettbewerb haben wir initiiert, während z.B. das Thema gesunde Ernährung von den kenianischen Schülerinnen vorgeschlagen wurde. Wir arbeiten gemeinsam mit unserer italienischen Partnerschule an einem Projekt zum Thema ‚Europe starts at Lampedusa‘. Die kenianischen Schülerinnen helfen uns, den Wunsch der Emigration/Immigration von verschieden Seiten zu betrachten. In diesem Jahr wollten wir uns bereits das erste Mal persönlich treffen, was durch die Corona-Pandemie leider verhindert wurde. Alles hatten wir schon so gut vorbereitet, nun mussten wir es verschieben

Die Beteiligten

Die Anbahnungsreisen sollen unsere Partnerschaft vertiefen und können nun hoffentlich im Jahr 2021 stattfinden. Die Zusammenarbeit mit unserer Partnerschule in Kenia soll ein fester Bestandteil unseres Schullebens werden. Wir entwickeln gemeinsam verschiedene Projektideen für die einzelnen Jahrgangsstufen, damit neben den Schülern unseres Kurses die gesamte Schulgemeinschaft einbezogen werden kann. Auch auf dem Gebiet der Berufsfrühorientierung gehen wir gemeinsame Wege. Im Rahmen des Englischunterrichts in der 9. Klasse wird dieses Thema behandelt. Die Schülerinnen in Kenia sprechen in der Schule auch darüber. Anschließend vergleichen wir die Möglichkeiten. Im Juni 2021 wollen wir unser Schuljubiläum hoffentlich gemeinsam mit einer kenianischen Abordnung feiern. Wir sind gespannt, was für einen Stand und welche Aktivität sie dort anbieten werden. Zuvor werden unsere Gäste am Unterricht und am Familienleben teilnehmen. Wir planen mit unseren Besuchern aus der Turkana, einer von Dürre bedrohten Region Kenias, einen Besuch im Ozeaneum Stralsund und einen Austausch über die Nutzung von natürlichen Ressourcen und Klimaschutz. Während unseres Gegenbesuchs im September 2021 wollen uns die Gastgeber den Turkana-See zeigen, auch hier steht das Thema "Think globally, act locally" im Vordergrund, wir sind schon sehr gespannt von welchen Aktivitäten wir vor Ort erfahren. Wie oben beschrieben, werden wir gemeinsam ein konkretes Projekt für ein nachhaltiges Engagement suchen, finden und umsetzen. Unsere Erfahrungen und Erlebnisse werden wir mit Ausstellungen in der Schule, im Rathaus unserer Stadt und durch Veröffentlichungen in der Zeitung mit möglichst vielen Menschen teilen. Wir wünschen uns, dass sich sogar die Möglichkeit ergibt, dass Schüler ein Praktikum im anderen Land während oder nach der Schulzeit absolvieren.

Titelbild

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